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Das 4. Liangzhu-Forum wird in Hangzhou eröffnet und fördert den globalen Dialog über das Kulturerbe

Das Organisationskomitee des 4. Liangzhu-Forums

HANGZHOU, China, Oct. 19, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- In diesem goldenen Oktober richtet sich die weltweite Aufmerksamkeit erneut auf Liangzhu im Bezirk Yuhang der ostchinesischen Stadt Hangzhou. Am 18. Oktober wurde dort das 4. Liangzhu-Forum eröffnet. Hunderte Gäste aus dem In- und Ausland kamen zusammen, um unter dem Motto „Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft: Bewahrung des Kulturerbes für unsere Zeit“ intensiv über den Schutz und die Weitergabe des Kulturerbes zu diskutieren.

In diesem Jahr jährt sich die Entdeckung der archäologischen Stätte von Liangzhu zum 90. Mal. Vor mehr als 5.000 Jahren errichteten die Menschen von Liangzhu hier eine beeindruckende Stadt und schufen eine blühende Zivilisation, die auf dem Reisanbau beruhte. 2019 wurden die archäologischen Ruinen der Stadt Liangzhu in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und liefern seither einen greifbaren Beleg für die 5.000-jährige Geschichte der chinesischen Zivilisation.

Heute ist dieses geschichtsträchtige Gebiet weit mehr als eine archäologische Grabungsstätte. Es hat sich zu einem Ort entwickelt, an dem verschiedene Kulturen miteinander in Dialog treten und sich gegenseitig inspirieren.

Das 2023 ins Leben gerufene Liangzhu-Forum hat den Austausch zwischen den Zivilisationen Chinas und der Partnerländer der „Belt and Road“-Initiative gefördert. Aufbauend auf den Erfolgen seiner ersten drei Ausgaben hat es sich zu einer dauerhaften Plattform auf nationaler Ebene für den Dialog zwischen den Zivilisationen entwickelt.

Bislang hat das Forum mehr als 1.300 Gäste aus 115 Ländern und Regionen empfangen. Es hat konkrete Kooperationen angestoßen, darunter gemeinsame archäologische Forschungsprojekte, den wechselseitigen Austausch von Kulturausstellungen sowie den technischen Austausch zur Erhaltung des Kulturerbes. In diesem Jahr wurde das Forum als Dialogplattform auf nationaler Ebene in den Entwurf des 15. Fünfjahresplans Chinas aufgenommen.

Neben der Eröffnungszeremonie und dem Hauptforum umfasst die vierte Ausgabe laut dem Organisationskomitee fünf Unterforen und fünf Begleitveranstaltungen. Auf der Agenda stehen zentrale Themen des globalen Kulturerbes, darunter die Archäologie früher Zivilisationen, die Nominierung von Welterbestätten, der Einsatz neuer Technologien in der Denkmalpflege, die Rückgabe verlorener Kulturgüter und die nachhaltige Entwicklung des Tourismus an Kulturerbestätten.

Das Hauptforum bietet Grundsatzreden, Unterzeichnungszeremonien für internationale Kooperationsvereinbarungen und die Vorstellung wichtiger Forschungsergebnisse zu den Ursprüngen der Jangtse-Zivilisation. In den parallel stattfindenden Unterforen untersuchen Wissenschaftler die Ursprünge antiker Zivilisationen und widmen sich zugleich konkreten, weltweiten Herausforderungen. Im Mittelpunkt stehen der Einsatz neuer Technologien zum Schutz des Kulturerbes, die Rückgabe verlorener Kulturgüter sowie die Frage, wie sich Denkmalschutz und Tourismusentwicklung miteinander vereinbaren lassen.

Der Austausch beschränkt sich nicht auf die Konferenzräume. Zahlreiche Begleitveranstaltungen lassen alte Zivilisationen sichtbar und lebendig werden. 25 Künstler aus 14 Ländern sind nach Hangzhou gereist, um sich vor Ort inspirieren zu lassen. Sie besuchen UNESCO-Weltkulturerbestätten wie die archäologischen Ruinen der Stadt Liangzhu, den Westsee und den Kaiserkanal und halten die Begegnungen zwischen den Kulturen in ihren Kunstwerken fest.

Der lebendige Kultur- und Kreativitätmarkt in Liangzhu verbindet traditionelles Handwerk mit KI-gestützten Innovationen. So entsteht eine durchgängige Wertschöpfungskette, die kulturelle Ressourcen in kreative Produkte verwandelt. Bei Jugenddialogen diskutieren zudem ausländische Botschafter in China und Experten mit Schülerinnen und Schülern über die Bedeutung des gegenseitigen Lernens zwischen den Zivilisationen.

Über die Veranstaltungen des Forums hinaus trägt der Liangzhu-Kulturkorridor dazu bei, den Schutz des Kulturerbes in den Alltag der Menschen zu integrieren. Viele Welterbestätten stehen vor einem bekannten Dilemma: Werden sie zu stark abgeschirmt, drohen isolierte „Kulturinseln“ zu entstehen. Eine übermäßige Bebauung hingegen kann die historischen Zeugnisse gefährden.

Liangzhu hat einen tragfähigen alternativen Ansatz entwickelt. Ausgehend von den Ruinen der antiken Stadt verknüpft das Konzept historische Stätten, alte Städte und Dörfer sowie Kultur- und Kreativparks miteinander. Die archäologischen Ressourcen fördern lokale Wirtschaftszweige und steigern die Einkommen der Haushalte. So gelingt es, den Schutz des Kulturerbes, wirtschaftliches Wachstum und die Lebensqualität der Bevölkerung miteinander in Einklang zu bringen.

Kulturerbe ist hier kein Ausstellungsstück, das hinter Zäunen verborgen bleibt. Motive antiker Jade-Cong werden für Produkte der Kultur- und Kreativwirtschaft neu interpretiert. Mithilfe von VR-Technologie können Besucher in die 5.000 Jahre alte Stadt eintauchen. Auch die Bewohner der umliegenden Dörfer profitieren von den Vorteilen, die die kulturelle Entwicklung mit sich bringt.

Zivilisationen gewinnen durch den Austausch an Vielfalt und werden durch gegenseitiges Lernen bereichert. Das Liangzhu-Forum bietet eine offene Dialogplattform auf Augenhöhe, die tief in der 5.000-jährigen Geschichte dieser Region verwurzelt ist. Es ermöglicht Teilnehmern aus aller Welt, die gemeinsamen Ursprünge der Menschheit neu zu entdecken und zu erörtern, wie das kulturelle Erbe zur Bewältigung heutiger Herausforderungen beitragen kann – damit die überlieferte Weisheit der Zivilisationen auch die Gegenwart und Zukunft erhellt.


Kontaktperson: Frau Pang, Tel: 86-10-63074558

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